ANSITZFOTOFRAFIE - BUSSARDE IM WINTER FOTOGRAFIEREN - Teil 1


November 2016

Eine eigene Ansitzhütte zum Fotografieren und  Beobachten, welcher Naturfotograf wünscht sich das nicht. Ich habe mir diesen Wunsch erfüllt und seit einiger Zeit steht mein Ansitz auf dem Grundstück eines Freundes am Rand eines kleinen Waldes. So eine Hütte hat einige Vorteile. Man kann es sich Innen etwas gemütlicher machen, schließlich verbringt man  meist mehrere Stunden am Stück in Derselben. Da sie am Ort verbleibt,  können die Tiere sich mit der Zeit an sie gewöhnen. Mit einem Tarnzelt ist man zwar flexibler, jedoch wird es unter Umständen als Fremdkörper angesehen.

Von der Hütte aus ist der Aufbau für den Greifvogel Ansitz zu sehen. Im Hintergrund steht der Ansitzast. Daneben ein weiterer. An diesem ist eine Wildkamera montiert, die die Anflugzeiten dokumentieren soll. Auf diese Weise kann man recht gut herausfinden ob und wann etwas passiert.  Direkt vor der Hütte,  kurz hinter der Naheinstellgrenze meiner Objektive habe ich eine Futterstelle für Singvögel eingerichtet. Sie soll als Ablenkung für den Mäusejäger dienen, denn Bussarde sind Augentiere die  Bewegungen, wie das Schwenken eines Objektives, garantiert wahrnehmen. Durch das Treiben vor Hütte werden sie hoffentlich abgelenkt. Ganz nebenbei hat man ständig was zu beobachten, es wird nicht langweilig und den Vögeln wird in der kargen Winterzeit mit der Futtergabe geholfen. Soweit zur Theorie. Ob sie auch in der Praxis funktioniert, wird sich hoffentlich bald heraus stellen. Ich bin gespannt!

 


MEIN ERSTER ANSITZ

Erwartungsvoll bezog ich noch vor der Dämmerung am Morgen mein neues Versteck, baute die Kamera auf und machte es mir bequem. Mit dem Tageslicht kamen die ersten Singvögel und rauften sich um das Futter. Es macht Spaß ihnen dabei zu zusehen. Vier Stunden später segelte der erste Bussard heran und landete auf den vorbereiteten Ansitz. Dort hatte ich am Morgen ein faustgroßes Stück Fleisch, ein sogenanntes Luder, befestigt. Es funktionierte alles wie geplant, ich war begeistert.


Ein paar Tage später war ich wieder vor Ort. Den Ansitz hatte ich in der Zwischenzeit regelmäßig mit etwas Futter bestückt. Am darauf folgenden Tag war es jedes Mal verschwunden. Der Ansitz wurde angenommen. Lange musste ich diese Mal nicht warten bis der erste Bussard heranflog.

 

 

 

Dass es hier etwas zu holen gibt, hat sich  wohl unter den Mäusejägern herum gesprochen. Nur kurz nach dem Anflug des Ersten, schwebte wie aus dem Nichts ein Weiterer heran und machte seinen Anspruch auf das Luder geltend.  Nach kurzer Rangelei zog sich der Geschasste zurück und wartete  respektvoll auf dem Ansitzast.  Der Sieger ließ ihn nicht aus den Augen und   mantelte die Beute mit seinen Flügeln nach Oben ab. Das waren die Bilder, die ich haben wollte.


HARTE ZEITEN

Ende November wurde es  winterlich und richtig kalt. Dicker Raureif bedeckte den  gefrorenen Boden. Harte Zeiten für Bussarde  denn Mäuse, ihre Hauptnahrung in wärmeren Zeiten, lassen sich jetzt nur noch selten an der Oberfläche blicken. Ein Grund mehr den einen oder anderen diese Zeit ein wenig zu erleichtern.


ANSITZFOTOFRAFIE - BUSSARDE IM WINTER FOTOGRAFIEREN - Teil 2

                                                                                                                                                                                                             weiterlesen