ZU GAST BEI FAMILIE NUTRIA IM SPREEWALD


Nutrias sind nicht so selten und mit etwas Glück lassen sich die Nager auch schon mal Tagsüber vom Kahn, vom Paddelboot oder vom Fahrradweg aus fotografieren. Sie haben sich über die Zeit an diese Art von Störungen gewöhnt.


Beschäftigt man sich über einen längeren Zeitraum mit diesen Tieren, bekommt man bald einen intimeren Einblick in die Lebensweise dieser possierlichen Nager.  Zuerst einmal stand die Suche nach einer Familie die ungestört ihren Lebensraum bewohnt auf dem Plan. Mit dem Fernglas bewaffnet, beobachtete ich über mehrere Tage hinweg geeignete Stellen um einen Nutriabau ausfindig zu machen.  Nicht so einfach, denn die Nutria sind zwar  auch am Tag aktiv, meistens  bekommt man sie aber in der Dämmerung am Abend oder in den frühen Morgenstunden zu Gesicht. Schließlich hatte ich eine geeignete Stelle gefunden, einen Bau im Schatten  einer ausladenden Eiche. Da auch ich ein Eindringling bin, gebietet der Respekt vor dem Tier zuerst einmal Vertrauen zu schaffen. So ungestört sind sie recht scheu, aber auch neugierig. Unter meinem Tarnumhang sitzend tastete ich mich Abend für Abend in kleinen Schritten an den Bau heran. Nicht unbeobachtet, denn das Muttertier ließ mich nie aus den Augen, erst recht nicht wenn der Nachwuchs die Umgebung erkundete. Da ist etwas, was da nicht hingehört.  Aber geht auch Gefahr von ihm aus? Mit der Zeit akzeptierten sie das komische Etwas was dort am Ufer hockte. So konnte ich nach und nach  den Abstand zum Bau auf ca. zehn Meter verkürzen. Eine ideale Entfernung zum Fotografieren.

 



der Nachwuchs, stets bewacht durch das Muttertier auf Erkundungstour im Wasser...


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mama....




Es braucht schon etwas Glück und vor allen Geduld, um das Vertrauen der Nutria zu gewinnen.



Manchmal möchte man einfach nicht fotografiert werden....



Ende Oktober war ich wiedermal bei meinem Nagen. Ich war mächtig überrascht diese Ansammlung vorzufinden. Zwölf kleine Nutrias, das gibt es doch garnicht. Das Erstaunen war wohl auf beiden Seiten. Ein menschliches Wesen hatten sie garantiert noch nie gesehen.